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Kapitelbild - Flying Gardens am Karmelitermarkt

Schatten für
   die Stadt von morgen.

Modulare Begrünungssysteme dort, wo Bäume keinen Platz finden

Flying Gardens schaffen begrünte Aufenthaltsräume dort, wo klassische Stadtbegrünung an ihre Grenzen stößt. Leichte Tragstrukturen und schnell wachsende Kletterpflanzen überspannen Straßen, Plätze und Parkflächen und verbessern das Mikroklima durch natürliche Verschattung und Verdunstungskühlung.

Entwickelt aus der Zusammenarbeit von Architektur, Freiraumplanung und Leichtbau entstehen neue Möglichkeiten für klimaresiliente Stadträume — modular, anpassbar und gemeinsam weiterdenkbar.

Flying Gardens in der Eduard Breuninger Straße, Stuttgart
Kapitelbild - Problemstellung: Eine große Asphaltfläche als Parkplatz für PKWs

Unsere
   Städte überhitzen.

Welche neuen Formen urbaner Begrünung sind dort möglich, wo bestehende Systeme an ihre Grenzen stoßen?

Diagramm der Temperaturentwicklung in Österreich im Vergleich zum internationalen Durchschnitt.

Unsere Städte wurden für ein anderes Klima gebaut. Asphalt, Beton und versiegelte Flächen speichern Hitze. So entstehen besonders in dicht bebauten Quartieren urbane Hitzeinseln, die die Aufenthaltsqualität massiv beeinträchtigen und gesundheitliche Belastungen verstärken. Bäume bleiben die wirkungsvollste Form urbaner Kühlung. Doch gerade dort, wo Schatten besonders dringend benötigt wird, fehlen oft die räumlichen Voraussetzungen für ihre Pflanzung: Tiefgaragen, Leitungen, schmale Straßenräume oder unterirdische Infrastruktur begrenzen den verfügbaren Wurzelraum.

Österreichkarte mit der Verortung der Bereiche mit mehr als 50 Hitzetage und mehr als 30 Tropennächte
Kapitelbild - Flying Gardens auf der Favoritenstrasse

Baustein
   unter
vielen.

Neue urbane Infrastruktur – ein Zusammenspiel

Klimaresiliente Städte entstehen nicht durch eine einzelne Maßnahme, sondern durch das Zusammenspiel vieler unterschiedlicher Strategien. Bäume, Entsiegelung, Dach- und Fassadenbegrünungen, schattenspendende Segel oder begrünte Vordächer tragen jeweils auf unterschiedliche Weise zur Verbesserung des urbanen Mikroklimas bei.

Beispielbild der städtischen Baumbepflanzungen
Bäume und Beete

Quelle: Stadt Wien

Beispielbild von einer Dachbegrünung
Dachbegrünungen

Quelle: Rataplan - Architektur ZT GmbH

Beispielbild einer Fassadenbegrünung
Fassadenbegrünung

Quelle: Rataplan - Architektur ZT GmbH

Flying Gardens verstehen sich als Ergänzung dieser Maßnahmen — insbesondere dort, wo herkömmliche Begrünungsmaßnahmen an räumliche oder infrastrukturelle Grenzen stoßen. Ziel ist nicht der Ersatz bestehender Lösungen, sondern die Erweiterung des Werkzeugkastens für klimaangepasste Städte.

Beispielbild von Sonnensegeln in einer engen Gasse.
Sonnensegel

Quelle: Valladolid, Singular Green

Kapitelbild - Flying Gardens in der Lange Gasse, Wien

Wenn Bäume
   keinen Platz haben.

… dann bieten die Flying Gardens als Begrünungssystem ausreichend Platz für schnell wachsende Kletterpflanzen

Erläuternde Grafik der Formgebung der Flying Gardens

Die Konstruktion funktioniert freistehend und können kann unabhängig von Gebäuden eingesetzt werden. Die modularen Systeme reagieren flexibel auf unterschiedliche räumliche Situationen und lassen sich an bestehende Infrastrukturen anpassen.

Die geschwungenen Formen der Netze schaffen ein Gefühl von Leichtigkeit und Dynamik, das durch die üppige Begrünung weiter verstärkt wird.

Es entsteht ein Mehrwert für die Stadtgemeinschaft, die weit über die rein funktionale Begrünung hinausgeht, denn die durch die Netze geschaffenen schattigen Räume laden zum Verweilen ein und können als Treffpunkte, kulturelle Veranstaltungsorte oder urbane Rückzugsorte genutzt werden: Ein konsumfreies Wohnzimmer für alle!

Neben einer Verbesserung der Aufenthaltsqualität und des Mikroklimas filtern die „Flying Gardens“ Feinstaub und Lärm und fördern als Lebensraum für Pflanzen, Insekten und Vögel urbane Biodiversität.

Schemazeichnung des Aufbaus und Modularität der Flying Gardens
Kapitelbild - Flying Gardens im Winter mit Leuchkörper geschmückt für eine Weihnachtliche Atmosphäre.

Mehr
   als nur Schatten

Microklima

  • Reduktion der gefühlten Temperatur um bis zu 8°C in Simulationen.

Aufenthaltsqualität

  • Schatten, Verdunstungskühlung und konsumfreie Aufenthaltsorte.

  • Kühlere, angenehmere und konsumfreie Stadträume.

ESG & CSR

  • Sichtbare Klimaanpassung im urbanen Raum.

  • Sichtbare Maßnahmen zur Klimaanpassung und nachhaltigen Stadtentwicklung.

Biodiversität

  • Neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere.

Karmelitermarkt
Heat Maps der gefühlten
Temperatur (PET)

Bereits nach kurzer Wachstumszeit entsteht durch Verschattung und Verdunstung eine spürbare Verbesserung des Mikroklimas. Simulationen zeigen deutliche Reduktionen der gefühlten Temperatur in stark aufgeheizten Stadträumen.

Darüber hinaus tragen die Flying Gardens zur Verbesserung der Luftqualität bei, binden Staub und schaffen neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Gleichzeitig entstehen konsumfreie Aufenthaltsorte mit stimmungsvoller Qualität — Orte zum Verweilen, Begegnen und Abkühlen.

Beispielbild einer Heatmap des derzeitigen Karmelitermarkts

Status Quo

Beispielbild einer Heatmap des Karmelitermarkts mit Sonnensegeln

Sonnensegel

Beispielbild einer Heatmap des Karmelitermarkts mit den Flying Gardens

Flying Gardens

Beispielbild der Temperaturlegende zu den Heatmaps
Visualisierung der Flying Gardens am Karmelitermarkt im Sommer

Die Konstruktionen können zudem mit zusätzlichen Funktionen kombiniert werden: Beleuchtung, Nebelduschen, Trinkbrunnen, PV-Elemente oder textile Verschattungssysteme erweitern die Nutzungsmöglichkeiten und machen die Flying Gardens zu einer wandelbaren urbanen Infrastruktur.

Kapitelbild - Flying Gardens am Flugfeld, Sindelfingen

Entwickelt
   aus Praxis und Forschung

Rataplan-Architektur ZT GmbH

Green4Cities GmbH

MSIng officium GmbH
Stahl- und Seilkonstruktion

Flying Gardens entstehen aus langjähriger Erfahrung mit Begrünungsprojekten im urbanen Bestand. Das Projektteam verbindet Architektur, Freiraumplanung, Mikroklima-Simulation und internationale Expertise im Leichtbau. Gemeinsam werden konstruktive Lösungen, Pflanzenstrategien und Anwendungsszenarien entwickelt und getestet.

Die Entwicklung wird durch Forschungsförderungen unterstützt und umfasst statische Untersuchungen, Machbarkeitsstudien und mikroklimatische Simulationen.

Logo von Rataplan - Architektur ZT GmbH
Fassadenbegrünung an der Zedlitzhalle in der wiener Innenstadt
Architektur
Rataplan - Architektur ZT GmbH

Wir verbinden kreative Lösungen mit nachhaltigem Bauen. Unser Fokus liegt auf leistbarem Wohnbau, Bauen im Bestand, Schul- und Kulturbauten sowie Fassaden- und Dachbegrünungen. Mit minimalen Mitteln schaffen wir maximalen Mehrwert für Nutzerinnen und Bewohnerinnen. 

 

Seit 2014 setzen wir gezielt auf Fassadenbegrünungen im Bestand als Antwort auf den Klimawandel und gestalten lebenswerte, grüne Stadträume. Unser Ziel: Architektur, die Bestand hat – sozial, ökologisch und wirtschaftlich.

Logo von MSIng officium GmbH
Tragwerkplanung + Netz-Design
MSIng officium GmbH

Unser Stuttgarter Fachplanungspartner MSIng officium GmbH ist seit 35 Jahren weltweit Experte für Seil- und Netzkonstruktionen und umfangreiche Material- und Anwendungsmöglichkeiten. Diese Leichtbausysteme mit gespannten Edelstahl-Netzen sind sehr materialsparend und können zwischen statisch stabilen Konstruktionen weite Distanzen überspannen. Dies ist gleichzeitig eine komplexe statische Aufgabe, die einer engen Abstimmung zwischen Gestaltung und Statik bedarf.

Quelle: MSIng officium GmbH

Netzstruktur des Opel Zoo Kronberg, Deutschland
Logo von Green4Cities GmbH

Quelle: Green4Cities GmbH

Landschaftsarchitektur der Austria Pavillion, Expo Dubai
Freiraumplanung
Green4Cities GmbH

Die Freiraumplaner*innen von Green4Cities GmbH und Greenpass bringen nicht nur die nötige Fachkompetenz in der Landschaftsplanung, sondern auch die Innovationskraft, Erfahrung und das Netzwerk, um das Projekt „Flying Gardens“ in der Planung und Entwicklung erfolgreich zu unterstützen. Ihre Expertise in der grünen Infrastruktur, die nachhaltige Herangehensweise und die Fähigkeit zur Integration neuester Technologien machen sie zu einem unverzichtbaren Partner.

Stefan Brandhorst, berät uns als Experte für Vertikalbegrünungen, ist Gründer der Firma Vertiko GmbH und Mitwirkender des Regelwerkausschusses für Fassadenbegrünungsrichtlinie FLL.

Kapitelbild - Flying Gardens mit PV Anlage für Parkplatzüberdachungen

Drei Typologien.
   Viele Möglichkeiten.

Ein neuer Baustein für klimaresiliente Städte.

Mit Flying Gardens wird urbane Infrastruktur neu gedacht: nicht nur funktional, sondern auch klimatisch, sozial und atmosphärisch.

Die Überspannung öffentlicher Räume mit Kletterpflanzen ist bislang ein weitgehend unerschlossenes Feld. Gerade darin liegt die Chance, neue Typologien für die klimaangepasste Stadt zu entwickeln — interdisziplinär, experimentell und gemeinsam mit unterschiedlichen Akteur*innen.

Was heute als Pilotprojekt beginnt, könnte morgen selbstverständlicher Teil lebenswerter Städte werden.

Visualisierung der Flying Gardens an der Lange Gasse
Straßen: Kühlere Wege und mehr Aufenthaltsqualität in dicht bebauten Quartieren.

In vielen innerstädtischen Straßen fehlt Platz für Bäume, obwohl gerade dort die sommerliche Hitzebelastung besonders hoch ist. Flying Gardens können gezielt dort eingesetzt werden, wo Leitungen, schmale Fahrbahnen oder Rettungswege klassische Begrünung erschweren.

Die modularen Systeme schaffen neue Schattenräume entlang von Wegen und Aufenthaltsbereichen und lassen sich an unterschiedliche städtebauliche Situationen anpassen.

Plätze & Märkte: Schattige Treffpunkte für Märkte, Gastronomie und öffentliche Räume.
Visualisierung der Flying Gardens auf dem Karmelitermarkt

Öffentliche Plätze und Märkte gehören zu den am stärksten aufgeheizten Stadträumen. Gleichzeitig sind sie wichtige soziale Treffpunkte mit hoher Aufenthaltsqualität.

Flying Gardens schaffen temporäre oder dauerhafte Verschattung über Märkten, Gastronomie- oder Veranstaltungsflächen und können saisonal unterschiedlich bespielt werden — vom grünen Blätterdach im Sommer bis zur Lichtinstallation im Winter.

Visualisierung der Flying Gardens mit PV Anlage als Parkplatzüberdachung
Parkplätze: Begrünte Überdachungen für versiegelte Flächen mit großem Hitzepotenzial.

Großflächige Parkplätze zählen zu den stärksten Hitzeinseln im urbanen Umfeld. Flying Gardens bieten die Möglichkeit, versiegelte Flächen zu verschatten und gleichzeitig neue ökologische und atmosphärische Qualitäten zu schaffen.

Die Systeme können mit Photovoltaik, Regenwassermanagement oder zusätzlichen Aufenthaltsbereichen kombiniert werden und eröffnen neue Perspektiven für die Transformation monofunktionaler Infrastrukturflächen.

Kapitelbild - Flying Gardens am Karmelitermarkt

Leichtbau
   trifft Natur.

modular

demontierbar

minimalinvasiv

saisonal
wandelbar

kombinierbar
mit PV,
Nebelduschen,
Beleuchtung

Schemazeichnung des Aufbaus und Modularität der Flying Gardens

Die Konstruktionen der Flying Gardens basieren auf Prinzipien des Leichtbaus. Edelstahlseilnetze werden zwischen schlanken Tragstrukturen gespannt und durch ihre räumliche Krümmung stabilisiert. Die Pflanzen wachsen entlang der Netze und entwickeln sich zu einem dichten, schattenspendenden Blätterdach.

Anders als ein Baum, der seine Struktur über Jahrzehnte selbst ausbildet, benötigen die Flying Gardens eine präzise statische Bemessung. Windlasten, Pflanzengewicht, Schnee oder Wartungsanforderungen werden dabei ebenso berücksichtigt wie Fragen der Feuerwehrzufahrt, Beleuchtung oder Integration in bestehende Stadträume.

Die Systeme sind modular aufgebaut, anpassbar und rückbaubar. Dadurch können unterschiedliche Szenarien entwickelt werden — von schmalen Straßenräumen bis zu großflächigen Parkplatzüberdachungen.

Systemzeichnung der Flying Gardens mit niedrigem Pflanzbeet in der Sockelzone
Systemzeichnung der Flying Gardens mit hohem Pflanzbeet in der Sockelzone
Systemzeichnung der Flying Gardens mit niedrigem Pflanzbeet und Sitzbank in der Sockelzone
Systemzeichnung der Flying Gardens mit Pflanztrog im Knotenpunkt der Stahlkonstruktion
Pflanzenauswahl
Beispielfoto von Blauregen

Blauregen

Beispielfoto von Wilder Wein

Wilder Wein

  • Chinesischer Blauregen – Wisteria sinensis (bis 30m)

  • Wilder Wein – Parthenocissus quinquefolia (15-20m)

  • Schlingknöterich Fallopia baldschuanica (15-20m)

  • Wilder Rankwein – Parthenocissus vitacea (10-20m)

  • Baumwürger – Celastrus orbiculatus (bis 15m)

  • Gemeine Waldrebe – Clematis vitalba (bis 14m)

  • Ufer-Rebe – Vitis riparia (10-15m)

  • Wildrebe – Vitis vinifera subsp. Syvestris (10-15m)

  • Pfeifenwinde – Aristolochia macrophylla (10-15m)

  • Berg Clematis – Clematis montana (8-12m)

  • Kiwi – Actinidia deliciosa (8-10m)

Kontakt aufnehmen

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